So / 30.06.19 / 16 Uhr
Künstlergespräch mit Horst Haack

Der Zeichner und Collage-Künstler Horst Haack (* 1940, Neubrandenburg) arbeitet seit 1981 an seinem Hauptwerk «Chronographie Terrestre (Work in Progress)». Das in der Art eines Tagebuchs entstandene Konvolut lässt sich als fortlaufender Kommentar auf das Zeitgeschehen begreifen, zeigt aber auch Innenwelten, Visionen, literarische Zitate und absurden Humor. In knapp 38 Jahren ist die begehbare Chronografie auf über 200 Tafeln mit 6000 Blättern angewachsen. Viele haben die Form von Text-Bild-Collagen, die mittels Toluol auf Papier abgelöste Bilder, handschriftliche Zitate und eigene Textfragmene um Farbe, Zeichnung und Typografie ergänzen. Horst Haack verbindet in ihnen Innen- und Außenschau, verarbeitet gleichermaßen historische wie persönliche Ereignisse, bedient sich der Bilder- und Textdatenbank der Welt und ergänzt sie um eigene Gedanken und Bilder. Jedes Blatt ist eine Welt für sich und fügt sich doch auch in den Verbund der Chronografie ein.

Horst Haack lebt und arbeitet in Paris und Darmstadt.

Die Ausstellung ist Teil des Festivals «Den Bogen spannen – 100 Jahre Darmstädter Sezession».

Horst Haack, Chronographie Terrestre (Work in Progress), 1981–
Foto: Horst Haack