Masha Tupitsyn
LoveSounds
26 01 16
24 07 16

In akribischer Feinarbeit durchforschte die New Yorker Künstlerin Masha Tupitsyn für «Love Sounds» (2015) das akustische Erbe des englischsprachigen Kinos. In der Soundinstallation vereint sie Tonfragmente von über 1500 Liebesszenen zu einem 24-stündigen Hörkino. Jedes Wort, jedes Geräusch entfaltet im abgedunkelten Ausstellungsraum eine eigene Facette der Liebe. Die Höreindrücke ordnet Masha Tupitsyn nach Kategorien wie Heartbreak, Desire-Sex oder Fate-Time-Memory. Als Schriftzüge auf eine Leinwand projiziert, sind die Kategorien das einzig Sichtbare. Ganz ohne Bilder vermittelt «Love Sounds», wie sich die Liebe als menschlicher Prozess durch Hören und Verstehen ereignen kann.

Für das Mal Seh’n Kino in Frankfurt stellte Masha Tupitsyn eine Auswahl an Filmen zusammen, in denen der Umgang mit dem Klang im Film eine zentrale Rolle spielt.


20.04.2016
Blue, Derek Jarman
GB 1993

27.04.2016
Voyage to the Center of Phonelines, Michael Auder
FR 1993

11.05.2016
La Ciénaga, Lucrecia Martel
ARG 2001

18.05.2016
88:88, Isiah Medina
CAN 2015

Die Vorstellungen beginnen jeweils um 18.00 Uhr im Mal Seh'n Kino in Frankfurt.

Installationsansicht «Love Sounds», Kunsthalle Darmstadt, 2016
Foto: Daniel Stubenvoll


Ausschnitt aus «Love Sounds» (2015)
Bild: Masha Tupitsyn


Ausschnitt aus «Love Sounds» (2015)
Bild: Masha Tupitsyn